Die Ursachen für Invalidität und Berufsunfähigkeit!

Vor allem Büroangestellte sehen für sich meist überhaupt kein Berufsunfähigkeits-Risiko! Auch bestehen erhebliche Fehlvorstellungen, welche Leistungen unsere Sozialversicherungen erbringen. Ganze 24,1 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über eine Versicherung gegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit, so eine Allensbacher Werbeträger-Analyse! Auch die „kleine Schwester" Unfallversicherung ist bei weitem nicht einmal wenigstens in jedem zweiten Haushalt vertreten.

Vollkasko für das Auto wichtiger als für den Körper!?

Dafür scheinen aber durchaus nicht nur die Versicherer und ihre Vermittler verantwortlich zu sein, wie es von Branchenkritikern vermutet wird. Vielmehr zeigt die Forsa-Studie der Allianz, dass die Deutschen selber ihr Berufsunfähigkeits-Risiko falsch einschätzen und wohl in Folge dessen eine nur geringe Abschlussbereitschaft zeigen.

Büroangestellte mit geringem Risiko?

Befragt wurden dafür 1.000 Berufstätige im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. Von ihnen halten 69 Prozent Bauhandwerker für einen besonders riskanten Beruf, was die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeit angeht. 60 Prozent glauben das auch von Sprengmeistern und 57 Prozent bei Polizisten. Dagegen sehen nur 25 Prozent ein hohes, dagegen aber 26 Prozent ein niedriges Berufsunfähigkeits-Risiko bei Krankenpflegern. Bei Büroangestellten glauben sogar 81 Prozent, dass sie nur einem niedrigen Risiko ausgesetzt sind.

Psychische Erkrankung nicht allein Bauarbeiterschicksal

 

Offensichtlich wissen die meisten Deutschen nicht, welche Ursachen für eine Berufsunfähigkeit dominieren. Fast jede dritte Frühverrentung geht beispielsweise auf das Konto psychischer Erkrankungen! Auch Krebsleiden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind sehr häufige Ursachen. Diese Krankheiten können Büroangestellte wie Handwerker gleichermaßen treffen.

Wichtig ja, abschließen nein

Immerhin sind knapp zwei Drittel der Deutschen der Meinung, dass Unfall- und Berufsunfähigkeits-Versicherungen wichtig seien (64 Prozent). Weitere 20 Prozent sehen nur die Absicherung von Berufsunfähigkeits- und zwölf Prozent von Unfallrisiken als wichtig an - nahezu niemand negiert die Notwendigkeit einer Absicherung völlig. Dennoch ist die Abschlussbereitschaft überaus gering. 56 Prozent der Befragten schließen einen Kauf in den nächsten zwölf Monaten definitiv aus, nur fünf Prozent wollen „auf jeden Fall" und elf Prozent „wahrscheinlich" handeln. Dabei zeigen sich jüngere Deutsche aufgeschlossener.

Zu hohe Rentenversorgung erwartet

Eine Ursache kann auch darin zu suchen sein, dass die Vorstellungen der Deutschen über die gesetzliche Versorgung unverändert deutlich zu optimistisch sind. So glaubt jeder Dritte, die Erwerbsminderungs-Rente der Deutsche Rentenversicherung erreiche 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Weitere 39 Prozent rechnen mit 25 Prozent, ganze 15 Prozent dagegen mit den laut Allianz realistischen 15 Prozent vom letzten Bruttoeinkommen. Irrige Vorstellungen gibt es auch darüber, von welchen Institutionen Kapitalleistungen zu erwarten sind, wenn eine Erwerbsunfähigkeit durch Unfall eintritt.

Erwartungen an falsche Leistungsträger

So sind sich fast ebenso viele Deutsche sicher, aus der gesetzlichen Unfallversicherung Geld zu erhalten wie aus der privaten. Und das, obwohl dieselben Befragten sich durchaus informiert zeigten, dass die Mehrzahl der Unfälle im Haushalt und in der Freizeit passieren.

Fazit:

Die individuelle und vor allem, auf Sie persönlich abgestimmte Absicherung nach Beruf und Lebenssituation ist einer der wichtigsten Punkte bei der privaten Finanzplanung. Leider wird dies häufig unterschätzt und immer wieder falsch gemacht. Nicht immer ist eine Berufsunfähigkeitsrente die beste Wahl. Auch zeigen sich bei vorhandenen Verträgen, Mängel in den Vertragsinhalten. Welche Versicherung? Welche Gesellschaft? Welche Laufzeit und Summen? Dadurch wird unabhängige und kundenorientierte Beratung immer wertvoller!

Quelle: Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH im Feb.2010 Map-Report (VersicherungsJournal 19.7.2006)

Finanzplanung Grüterich - Mellrichstadt